Wie die Idee „Energie im Wandel“ in die Tat umgesetzt wird, ließ sich am 8. April im sächsischen Helmsgrün erleben. Die Firma Lehmann lud in Kooperation mit der Brennstoffzelleninitiative Sachsen Fachleute, Politiker und Pressevertreter zum Ersten Bioenergietag Pöhl. Auf der Modell- und Demonstrationsanlage der Firma Lehmann präsentierten Unternehmen aus der Region verschiedene Methoden, wie nachwachsende Roh- und Reststoffe noch effizienter in Biogas verwandelt und dann mit weltweit führender Brennstoffzellentechnik in Strom umgesetzt werden können.
Neben Repräsentanten der Wirtschaft und Forschung tauschten sich auf der Veranstaltung Regionalpolitiker wie Pöhls Bürgermeister Friedhardt Kaul und Dr. Bernd Wolters vom sächsischen Wirtschaftsministerium mit interessierten Journalisten und Bürgern aus. Diskussionsthemen bei den Vorträgen, im Workshop und beim Rundgang über die Anlage waren der Biogasanlagenbau, Brennstoffzellen für Biogas sowie Brennstoffzellensysteme.
Firmenchef Thilo Lehmann eröffnete die Vortragsreihe unter der Überschrift „Biogasanlagenbau –Auf den Aufschluss kommt es an“. Hierbei ging er auf die technologischen Fortschritte ein, die sich in den letzten Jahren in Helmsgrün abgespielt haben, wo seit 2004 Aufschlussanlagen für Biomasse getestet werden. Weltweit arbeiten gegenwärtig 50 solcher Anlagen mit den von der Firma Lehmann entwickelten Verfahren. Im Jahr 2010 sollen diese durch 30 weitere Anlagen ergänzt werden, erläuterte Lehmann auch im Zusammenhang mit dem Thema Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Ziel sei es, in Zukunft die Wärmeversorgung von Haushalten mithilfe der Demonstrationsanlage sicherzustellen.
Neben der Firma Lehmann präsentierten sich weitere sächsische Brennstoffzellenaktive auf dem Bioenergietag. Dr. Michael Stelter vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden sprach zu dem Thema „Strom aus Stroh: Brennstoffzellen für Biogas aus Sachsen“. Dr. Katrin Grosser ergänzte diese Ausführungen und erläuterte zum Abschluss des Tages das Brennstoffzellensystem „inhouse 5000“, mit dessen Hilfe Biogas verarbeitet werden kann.
Sachsen unterstrich an diesem Tag seinen Ruf als Energie- und Technologieland, das sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2020 24 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Wie „Energie im Wandel“ in der Praxis gelebt werden kann, hat Sachsen am Pöhler Bioenergietag eindrucksvoll dokumentiert.









































































