Appetit auf saftig-süße Erdbeeren

By | September 30, 2015

Ein paar Wochen noch gibt es die leckeren Früchte frisch vom Beet. Und für die Ernte im nächsten Jahr kommen jetzt neue Pflanzen in die Erde. Den besten Geschmack haben die Erdbeeren aus dem eigenen Garten: Sie werden nicht künstlich auf Größe getrimmt und erst gepflückt, wenn sie wirklich reif sind. Besonders aromatisch sind Früchte, die auf waldähnlichem, leicht saurem und lockerem Boden gewachsen sind – schließlich sind Erdbeeren eigentlich Waldbewohner. Viele Gärtner verwenden deshalb Laub, Hobelspäne, Rindenstückchen oder Nadelstreu zum Mulchen.

Erdbeeren wandern durch den Garten: Alle zwei bis drei Jahre verjüngt man den Pflanzenbestand mit Kindeln, die auf ein neues Beet gesetzt werden. Das alte wird erst vier Jahre später wieder bepflanzt. Ideal sind Beete, auf denen vorher Frühmöhren, Salat, Erbsen, Bohnen, Tagetes oder Kartoffeln gewachsen sind. Vor der Pflanzung lockert man den Boden (nicht grobschollig umgraben) und arbeitet Kompost, verrotteten Rindermist, getrockneten Rinderdung oder Mischdünger aus Horn-, Blut-und Knochenmehl ein. Dann mulcht man mit Laub oder Nadelstreu. In jedes Pflanzloch gibt man etwas Kompost und Gesteinsmehl, setzt die Pflanze ein und drückt die Erde gut an. Die Herzknospe muß deutlich über der Erde bleiben. Wer Brennesseljauche zur Verfügung hat, gießt mit verdünnter Lösung an, normales Regenwasser tut’s aber auch. Wichtig ist, daß die Erde rund um die Wurzeln gut eingeschlämmt wird.

Bei der Wahl der Erdbeersorten geht es zunächst um die Entscheidung zwischen einmal und mehrmals tragenden Sorten: Die einmal tragenden bringen im Frühsommer reiche Ernte, die mehrmals tragenden weniger Früchte auf einmal, aber dafür immer wieder von Frühsommer bis Herbst. Für jede der beiden Gruppen gibt es eine Riesenauswahl von Sorten, dazu Monatserdbeeren mit besonders aromatischen Früchten.

Gute Erdbeersorten für Garten und Balkon

■    Einmal tragende Erdbeeren: Besonders aromatisch sind „Elvira“, „Induka“, „Korona“, „Polka“, „Tenira“ und die alte Sorte „Mieze Schindler“, die männliche Pflanzen anderer Sorten braucht.

■    Mehrmals tragende Sorten: Sehr gut im Geschmack und dabei robust sind „Calypso“, „Muir“ und „Sweet Delight“ (auch als Saatgut).

■    Erdbeerwiese: Als Kreuzung aus Monats- und Gartenerdbeere entstand „Florika“, die zur Wiese zusammenwächst und sehr viele aromatische Früchte trägt.

Die besten Pflanztips

Jungpflanzen aus eigenem Bestand: Von besonders guten Pflanzen nimmt man Kindel, die jetzt auf das neue Erdbeerbeet kommen.

Vier bis fünf Früchte läßt man bei mehrjährigen Pflanzen ausreifen, die überzähligen werden gepflückt, damit Kraft für die neuen Blüten bleibt.

Ein Etagenbeet erleichtert die Pflege und Ernte und ist z. B. für neue Gärten ideal, wo der Gartenboden noch zu schlecht für die Erdbeerkultur ist.

Der Erdbeertopf hat rundum Öffnungen, in die Pflanzen eingesetzt werden – am besten mehrmals tragende, rankende Sorten.

Strohiger Mist ist idealer Mulch und Nährstofflieferant. Im Herbst, wenn die Knospen fürs nächste Jahr gebildet werden, ist die Düngung besonders wichtig.

Gesunde Mischkultur: Knoblauch, Zwiebeln, Kohlrabi, Spinat, Lauch, Buschbohnen und Borretsch sind gute Nachbarn für die Erdbeeren.

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