Gemüse auf dem Weg nach oben

By | September 24, 2015

In der freien Wildbahn hätten viele Gemüse keine Chance: Sie würden einfach umfallen. Im Nutzgarten sorgen Gerüste für festen Stand.

Schon wenige Wochen nach der Aussaat sind viele Pflanzen so gewachsen, daß sie eine stabile Kletterhilfe brauchen. Unter den Gemüsen gibt es ausgesprochene Schnellkletterer wie Gurken und viele Bohnensorten. Aber auch andere Pflanzen brauchen Halt.

Die einfachste Stützmöglichkeit sind Stäbe, die zu einem Drittel in den Boden gesteckt und an denen die Pflanzen angebunden werden. Stärkere Pfähle, zwischen denen Maschendraht gespannt wird, können zu einer grünen Wand werden, die den übrigen Pflanzen Windschutz bietet. Die Pfähle können fest verankert oder einfach in den Boden gesteckt sein. Über Winter rollt man Stützen und Draht einfach ein.

Mobil sind auch Holzrahmen, die mit Draht bespannt und auf etwa 10 cm hohe Klötze gelegt werden. Sie sind eine Unterlage für Zucchini, Melonen, Gurken oder Kürbisse, deren Früchte auf diese Weise nicht faulen. Stabiler als einzelne Stützen sind mehrere Stangenpaare, die einander zugeneigt im Boden stecken und am Kreuzungspunkt zusammengebunden sind. Als First ist eine weitere Stange an den Verbindungspunkten fixiert. Nimmt man drei Stangen, die wie das Gerüst eines Wigwams zusammengebunden sind, kann man Kindern eine große Freude machen: Das bewachsene Dreibein wird eine kleine Laube, in der es sich wunderbar spielen läßt. Gelegentlich brauchen auch Gehölze eine Stützhilfe: Stachelbeer-hochstämmchen z. B. tragen oft so reich, daß der Stamm sich biegt und die Zweige durch drei Pfähle rund um den Stamm, die mit aufgenagelten Leisten verbunden sind, abgestützt werden.

Alles, was hält: Rankhilfen, Stützen, Gitter und Drähte
Reisig bleibt beim Gehölzschnitt immer übrig. Gut geeignet sind Haselzweige, die in Reihe gesteckt werden.
Schnüre oder Drähte können im Gewächshaus bis unters Dach gezogen werden, um den Platz optimal zu nutzen.
Die beiden Holzgitter stehen stabil, weil sie im First verschraubt werden. Schön und praktisch: der Schutzanstrich.
Ein Gitterturm aus Holz oder wie hier aus Flacheisen kann dekorativer Mittelpunkt des Gemüsegartens werden.
Mit Drahtgeflecht kann man grüne Wände und Dächer bauen. Pflegeleicht und langlebig ist ummantelter Draht.
Zuckermais als Stütze für Erbsen, diese Kombination war bei den Indianern üblich und bewährt sich auch bei uns.

Für jede Pflanze die richtige Stütze

■    Stangen: Stangenbohnen und Feuerbohnen brauchen bis zu drei Meter lange Stützen, bei Tomaten sollten sie etwa ein Meter hoch sein. Paprika werden angebunden, wenn sie höher als 60 cm sind.

■    Rankgitter oder Netz: Erbsen und rankende Bohnen wie Feuerbohne, Spaghettibohne (Spargelbohne), Stangenbohne. Auch für Pferde- und Buschbohnen geeignet.

■    Waagerechtes Gitter: Erforderlich für Gurken und Melonen. Sie sollten nicht auf dem Boden liegen.

■    Spanndraht: Brombeeren und Himbeeren zieht man an waagerechten Drähten, Kiwi und Passionsfrucht an senkrecht gespannten Drähten.

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