WUNDERSCHÖNE DAHLIEN – Ein Bluten meer in Ihrem Garten

By | November 25, 2015

Lechtende Farben und faszinierende Formen, vom Fruhling bis in den späten Herbst hinein. Voraussetzung: Sie müssen Ihre Dahlien nur richtig behandeln. Welche Tricks und Tips es da gibt, zeigen wir Ihnen hier.

„Pinnata“, eine Wilddahlie, ist die älteste bekannte Sorte: Sie wurde bereits 1791 in Madrid gepflanzt.
„White Aster“ kam als erste Handelssorte 1879 auf den Markt und ist noch in Botanischen Gärten zu sehen.
„Kaiser Wilhelm“ wurde 1881 gezüchtet und ist heute noch über Dahlienzüchter zu bekommen.
„Stolz von Berlin“ zählt zu den Balldahlien und hält sich in der Vase besonders lange frisch.
„Wolstad“ gehört mit Blütendurchmessern von 20 bis 40 cm zu den groß- bzw. riesenblütigen Dahlien.

,Severins Triumph“ ist mit 160 cm Wuchshöhe eine der größten Dahlien. Sie blüht den ganzen Sommer über, muß aber eine Stütze haben, damit sie nicht vom Wind umgeweht wird.

„Huckfeldt“ wurde diese Schmuckdahlie zu Ehren des Dahliengarten-Leiters genannt.

12 OOO Dahlien blühen im Hochsommer

Im August und im September ist Hochsaison im Hamburger Dahliengarten, dem zweitgrößten Deutschlands nach dem auf der Insel Mainau. Da die Anlage zu den Sichtungsgärten der Deutschen Dahlien-Gesellschaft gehört, werden hier neue Sorten getestet und bewertet, die in den kommenden Jahren im Handel angeboten werden sollen. Daneben gibt es auch einen Teil, der seltenen historischen Sorten Vorbehalten ist. Für Selber- „ Machen hat Günter Huckfeldt aus seiner langen Erfahrung mitj Dahlien die wichtigsten Pflegetips zusammengestellt.

Sie gehören zu den dankbarsten Sommerblühern, und doch haben viele Gärtner mit Dahlien immer wieder Pech. In den meisten Fällen, so Günter Huckfeldt, Leiter des Hamburger Dahliengartens, ist ein ungeeigneter Standort schuld: Dahlien stammen aus dem mexikanischen Hochland, wo es reichlich Sonne gibt, und so brauchen sie auch bei uns einen Platz, wo sie den größten Teil des Tages von der Sonne beschienen werden. Im Schatten von Bäumen, Büschen oder Mauern wachsen Dahlien schwach, blühen wenig und werden oft von Schädlingen befallen.

Anspruchslos sind Dahlien in Bezug auf die Bodenqualität. Sie kommen mit normalem Gartenboden zurecht, solange er nicht naß und lehmig ist. Im Zweifelsfall verbessert man die Erde mit Torf und reifem Kompost. Als Düngung fürs nächste Jahr arbeitet man im Herbst, wenn das Beet abgeräumt ist, Kompost oder abgelagerten Mist in die oberstse Bodenschicht ein. Zu Beginn der Saison kommen organische Dünger oder Vollünger dazu. Ist der Beden in Ordnung, können die Dahlien viele Jahre an dieselbe Stelle gesetzt werden. Heikel sind Dahlien, was ihre Nachbarn im Beet angeht: Sie vertragen sich am besten mit ihresgleichen und setzen sich nur schlecht gegen andere durch. Allenfalls schmale, hohe Stauden wie Eisenhut, Rittersporn oder Fingerhut können im Dahlienbeet wachsen, wenn genug Platz bleibt.

Das Dahlienjahr beginnt mit dem Auspflanzen etwa Mitte April, wenn der Boden schon etwas erwärmt und abgetrocknet ist. Die Knollen, von denen verfaulte Teile und lange, im Winter geschossene Triebe entfernt worden sind, lassen sich jetzt gut teilen.

Das Pflanzloch sollte so groß sein, daß die Knollen locker darin Platz haben. Wichtig ist die Pflanztiefe: Der Wurzelhals muß etwa 5 cm hoch mit Erde bedeckt sein. Die Erde wird locker ins Loch eingefüllt und weder zu sehr angedrückt noch eingeschlämmt.

Sobald die Triebe 10 bis 15 cm aus dem Boden gucken, setzt man Bambusstäbe, an denen sie später angebunden werden. Außerdem entfernt man schwache Triebe – pro Pflanze bleiben höchstens fünf stehen. Später, wenn die Blüten erscheinen, muß regelmäßig ausgeputzt werden: Nur wenn Verblühtes rigoros herausgeschnitten wird, entwickeln sich immer neue Knospen.

Die beste Pflege: Gießen, Hacken, Ausgraben

Dahlien brauchen viel Wasser – in trockenen Zeiten mehrere Liter pro Tag. Gewässert wird am besten mit Gießkanne oder Schlauch in einen Gießrand rund um die Pflanze, in dem sich das Wasser sammelt. Da der Boden ohnehin durch das Laub beschattet ist, kann man zu jeder Tageszeit gießen.
Ausputzen und Hacken sind die wichtigsten Sommerarbeiten im Dahlienbeet. Beim Hacken wird die Erde nur flach gelockert, um die Wurzeln zu schonen.
Winterschlaf für die Knollen: Ein bis zwei Wochen nach dem ersten Frost gräbt man sie aus und schneidet die Triebe eine Handbreit über dem Wurzelhals ab.

 

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