An einem Tag geschafft – Tür zu!

By | November 13, 2015

An einem Tag geschafft - Tür zuWas tun, wenn eine überflüssige Tür in der Wohnung stört? Antwort: mit Platten verschließen. Das geht nicht nur schnell und einfach, bei Bedarf läßt sich der Urzustand auch wieder herstellen.

Manchmal ist es schwierig: Da findet man nicht den optimalen Platz für die Sitzecke oder den Kleiderschrank, weil sich gerade dort, wo die Möbel gut hinpassen würden, eine Tür oder ein Durchgang befindet. Wenn diese Öffnungen überflüssig sind, lassen sich diese Problemfälle leicht und ohne viel Schmutz lösen.

Wie? Ganz einfach, mit Gipsbauplatten und einem Ständerwerk aus Holz. Eine Leichtbauwand ist schnell eingezogen und hat den Vorteil, daß sie später auch wieder ohne große Probleme entfernt werden kann. Das ist besonders in Mietwohnungen wichtig, denn dauerhafte bauliche Veränderungen sind hier nur mit der Genehmigung des Vermieters zulässig. Zunächst muß die alte Türzarge entfernt werden. In der Regel ist das Mauerwerk rund um die Zarge sauber verputzt. Ist dies nicht der Fall, muß mit einer Fertigmörtelmischung eine saubere Kante geputzt werden, damit hinterher auch ein bündiger Übergang von den Gipsbauplatten zur Mauer gewährleistet ist.

Da besonders in Altbauten die Innenwandstärke recht unterschiedlich sein kann, haben wir die Ständerwerkkonstruktion aus ungehobelten Bohlen (40 x 160 mm stark) gebaut. Die Zuschnittbreite ergibt sich aus der Stärke der Wand (Wandstärke minus zweimal Stärke der Gipsbauplatte für beidseitige Beplankung gleich Zuschnittbreite der Bohle). Bevor Sie mit dem Einbau beginnen, sollten Sie die Bohlen gut durchtrocknen lassen, da es bei Holz mit hoher Restfeuchte sonst zu Spannungsrissen kommen kann. Wenn Sie das ganze Material beisammen und vorbereitet haben, ist diese Lösung schon an einem Tag umgesetzt.

Die alte Türzarge sollte entfernt werden, damit es später einen sauberen, nicht mehr sichtbaren Übergang zur Wand gibt. Die Mauerstärke bestimmt die Breite des Ständerwerks. Für 10 mm starke Gipsbauplatten müssen also 20 mm abgezogen werden. Mit der Handkreissäge oder einer Stichsäge werden die Bohlen der Holzkonstruktion auf das ermittelte Maß geschnitten. Die Bohlenkonstruktion wird am Boden fertig montiert. Die Streben verleihen zusätzliche Stabilität für die Gipsbauplatten. Die fertige Konstruktion wird in den Ausschnitt eingepaßt und justiert. Links und rechts jeder Bohle 10 mm für die Gipsbauplatte lassen. Das Gerüst wird mit Keilen fixiert und dann mit Durchsteckdübeln und Schrauben fest im Mauerwerk der Wand verankert. Die Rückseite wird nun vollständig mit Gipsbauplatten beplankt. Sie werden im Gerüst mit Spaxschrauben verschraubt. Als Wärmedämmung werden Mineralwollmatten in die Gefache geklemmt. Danach wird die Vorderseite mit den Platten geschlossen. Alle Fugen werden zum Abschluß gespachtelt und die Übergänge der Wand mit Rißband gesichert (siehe auch Tipkasten links).

So vermeiden Sie Risse in der Wand
■ Die Übergänge von mit Gipsbauplatten beplankten Holzkonstruktionen zum Mauerwerk sind nicht ganz problemlos. Da auch gut durchgetrocknetes Holz im eingebauten Zustand immer noch ein wenig arbeitet, können an den gespachtelten Kanten zum festen Mauerwerk Spannungen auftreten. Sie führen häufig zu Rissen im Spachtel und in der Tapete. Deshalb ist es wichtig, gerade solche Problemzonen mit Rißbändern aus Zellulose oder Glasgewebe zu sichern. Sie werden über die Fugen gelegt und mit Spachtelmasse überzogen, so daß sie Spannungen abfangen können.

 

One thought on “An einem Tag geschafft – Tür zu!

  1. Thomas Meier

    Hallo! Das ist ein sehr guter Tipp und es ist wirklich merkwürdig, dass Sie die Arbeit an einem Tag geschafft haben. Ich hatte ein ähnliches Problem in meiner Altbauwohnung. Zwei Zimmer waren miteinander verbunden, aber ich wollte sie eigentlich separat benutzen. Die schnellste Lösung war eine preisgünstige Schiebetür von zu bestellen und dadurch die Zimmer voneinander zu trennen. Ich bin jetzt mit dem Endresultat zufrieden, aber ich finde Ihre Lösung langfristig besser, weil dadurch auch eine Schalldämmung ausgebaut wird.

    LG,
    Thomas

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.