Decke und Wände streichen – Der richtige Umgang mit Pinsel und Rolle

By | September 29, 2015

Eine Wand zu streichen ist viel leichter als ein aufwendiger Tapetenwechsel. Das Werkzeug, das eingesetzt wird, ist einfach zu benutzen.
Wer eine Renovierung mit Pinsel und Farbrolle plant, sollte wissen, mit welchem zusätzlichen Werkzeug und in welcher Technik er die besten Ergebnisse erzielt. Gleichmäßige Flächen und saubere Anschlüsse sind nicht ohne weiteres zu bewerkstelligen. Die Decke wird immer zuerst gestrichen, dann folgen die Wände. Sie werden gedanklich in senkrechte Abschnitte eingeteilt. So weiß man immer, wo gerade gestrichen wurde, denn bei Weiß ist das nicht leicht erkennbar. Dank kräftiger Pigmentierung der heutigen Farben bleibt einem der zweite Anstrich oft erspart, und man kann die Wandfarben dünn auftragen. Bei kräftigen Farbtönen ist meistens ein zweiter Anstrich nötig. Der erste erfolgt mit zehn Prozent Wasser, gut verrühren.
Beim zweiten bleibt die Farbe unverdünnt. Nachdem die Ecken vorgearbeitet sind, wird die Fläche mit der Lammfellrolle und Farbe gleichmäßig gerollt. Der Fachausdruck heißt: verschlichten.

Sicherheit auf der Leiter
Wer zum Arbeiten eine Leiter benötigt, sollte darauf achten, daß diese wirklich standfest ist. Denn nichts ist gefährlicher als eine wackelige Leiter. Gute Leitern haben Gummikappen an den Füßen und stehen dadurch sicher auf dem Boden. Haushaltsleitern besitzen oft als zusätzliche Ausrüstung eine Ablage. Diese ist meistens so geformt, daß die häufigsten Werkzeuge darauf sicher untergebracht werden können. Der Eimerhaken, früher einfach aus dem Henkel eines Eimers gebogen, hat einen flexiblen Mittelteil und legt sich so genau um den Leiterholm.

Hilfen zum Farberollen
Um Farbe auf die Wand zu bringen, bedarf es außer der Lammfellrolle noch einiger gut durchdachter Hilfsmittel, die das Arbeiten erleichtern. Außer dem Abstreifgitter gibt es Farbschalen mit eingeprägter Riffelung, auf der die Rolle abgestreift wird, damit nichts kleckert.
Mit einer Teleskopverlängerung an der Lammfellrolle kann man auf die Leiter verzichten und bequem vom Boden aus die Decke und den oberen Teil der Wände rollen.
Die klassischen Abstreifgitter gibt es in jeder passenden Größe. Die neuesten sind unten etwas umgebogen, liegen im Eimer also unten an der Wand und können dadurch nicht mehr hin und her wackeln. Die Lammfellrolle rollt sich auf dieser runden Ebene besser ab, und die Farbe kleckert nicht mehr über den Eimerrand.

Plastikfolie schützt
Wenn man die Arbeit beenden muß, aber mit dem Rollen noch nicht fertig geworden ist, braucht man die Rolle nicht gleich zu reinigen. In einen Folienbeutel gesteckt, trocknet die Farbe an der Rolle nicht so schnell ein. Die Luft sollte so weit wie möglich herausgepreßt werden. Dünnflüssige Wandfarben spritzen beim Rollen sehr stark. Selbst unter dem Wasserhahn gehen die Spritzer schwer von der Haut ab. Einwegplastikhandschuhe heißt hier die Lösung. Im praktischen Zehnerpack gibt es sie an Tankstellen oder in Baumärkten.
Abklebebänder bekommt man für jeden kritischen Untergrund – auch für Rauhfasertapeten. Das Klebeband muß dafür kräftig mit dem Fingernagel angerieben werden. Nur beim Abziehen muß man das Band vorsichtig nach unten über die Kante ziehen.

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