Decke und Wände streichen – Richtige Vorbereitung für den Anstrich

By | September 19, 2015

In allen Räumen, ob privat oder gewerblich, gibt es Problemecken, die immer wieder behandelt werden müssen. Viele Hilfsmittel, sonst im professionellen Einsatz, stehen dabei auch dem Heimwerker zur Verfügung.

Ein guter Anstrich gelingt nur mit einem richtig vorbehandelten Untergrund. Denn egal, wieviel Mühe Sie sich geben, sie ist immer vergebens, wenn die Oberfläche lose, verschmutzt oder etwa mit Schimmelpilzen verdreckt ist. Von außen schlecht isolierte Wände zeigen von innen oft häßlichen Salpeterbefall. Um dieses Übel restlos zu entfernen, müßte allerdings der Hauptschaden, nämlich die Isolierung von außen, verbessert werden. Dann erst wird die Schadstelle von innen mit Salpeterentferner gründlich behandelt.

Ölkreidezeichnungen an Kinderzimmerwänden sowie fast alle Filzstift-, Fett-, Rost- und Lippenstiftflecken können, nachdem sie zuvor grob mit dem Schwamm abgewischt worden sind, mit einem Fleckenisolierer abgedeckt werden. Ebenso gibt es Anstrichfarben, die verschönern und gleichzeitig verqualmte Raucherwände isolieren. Schimmelpilze werden für die anschließende Renovierung eingesprüht und dann abgewaschen.

Haltbarkeit testen – Um sicherzugehen, ob das Gewebe einer Stoff- oder Grastapete zum Überstreichen geeignet ist, muß diese erst naßgemacht werden. Danach kann man prüfen, ob der Faden fest auf dem Geweberücken sitzt.

Damit alles sauber bleibt
Zum Renovieren gehört auch das Schützen der Teile, die nicht gestrichen und bemalt werden. Spritzer beim Rollen der Decke und Wände sind unvermeidlich. Der Handel bietet viele Varianten zum Abdecken und Abkleben an. Folien in verschiedenen Stärken und Größen werden für Möbel und Fußböden angeboten. Damit diese nicht verrutschen, können sie mit Abdeckmasken gesichert werden. Diese gibt es mit einem Kleberand und mit zwei Kleberändern. Ein Haftstreifen wird auf die Fußleiste geklebt und der andere auf die Folie. Dank der zwei Klebekanten ist das Abdecken bzw. Ummanteln von Handläufen, Dek-kenleuchten, Deckenbalken usw. ohne zusätzliches Klebeband möglich. Nach dem Antrocknen der Farbe wird die Abdeckmaske von der Farbkante weg abgezogen.

Untergründe vorbereiten
Wenn Sie unsicher sind, ob der alte Wandanstrich aus Leimfarbe besteht, machen Sie einfach den Wischtest mit dem nassen Daumen. Färbt der Anstrich ab, muß er abgewaschen werden. Sie können sich diese Arbeit erleichtern, indem Sie Wand und Decke mit einem Gemisch aus Wasser und Tapetenablö-ser (250 ml auf 10 l Wasser) gründlich einstreichen. Nach kurzer Einwirkzeit geht der Anstrich leicht mit klarem Wasser ab. Der Quast oder eine feste Wurzelbürste sind das geeignete Werkzeug dafür. Achten Sie darauf, daß alle alten Farbspuren entfernt werden. Denn beim Überstreichen oder Rollen bleiben die Reste im Werkzeug hängen und hinterlassen unsaubere Spuren. Sollte der Untergrund dennoch bröseln – bei alten Putzen ist das sehr gut möglich -, wird dieser mit einem Tiefgrund verfestigt. Dadurch wird der Untergrund nicht nur fest, sondern er saugt auch nicht mehr. Der Anstrich wird dadurch gleichmäßig und nicht scheckig. Für Räume, in denen Lebensmittel gelagert werden, ist ein lösungsmittelfreier Tiefgrund zu empfehlen – auch auf Gipsuntergründen, Gipskartonplatten und sandenden Untergründen. Bei Räumen, deren Wände mit Substanzen belastet sind, die Fett enthalten, wie Nikotin, Ruß oder Abgase z.B. in Küchen oder Garagen, ist ein lösungsmittelhaltiger Tiefgrund anzuwenden.

Erst die Oberfläche prüfen! Wollen Sie wissen, ob der Untergrund haltbar ist? Da hilft ein Trick. Klebeband auf die Wand drücken und schnell abreißen. Bleibt die Farbe kleben, ist der Altanstrich nicht fest genug.

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