Fenster auswechseln – Ein Kunststoffenster für die Küche

By | September 19, 2015

Auch Fenster zählen zu den Verschleißteilen eines Hauses. Das Auswechseln macht allerdings weniger Probleme als Schmutz.

Feuchtigkeit, von außen durch Regen und Schnee, von innen durch Raumluft und Schwitzwasser, starke Temperaturunterschiede und mechanische Belastung, das alles macht selbst das beste Fenster nicht ewig mit. Gleichgültig ob aus Holz, Kunststoff oder Metall, eines Tages setzt der Verfall sichtbar und spürbar ein. Das Fenster schließt nicht mehr richtig, der Flügel klemmt beim Öffnen und Schließen, und die Holzschäden lassen sich auch nach dem besten Lackanstrich nicht mehr verbergen. Ein neues Fenster muß her. Das Auswechseln des Fensters ist zwar nicht ganz so einfach, aber für geschickte Seibermacher durchaus machbar.

Anfertigung nach Maß
Vorbedingung: Das neue Fenster muß exakt in die vorhandene Leibung passen. Fenster gibt es in Standardmaßen fertig zu kaufen. Abgenommen werden die Außenabmessungen des äußeren Blendrahmens und zwar auf der Fensterinnenseite. Entspricht die Größe einem Standardmaß, ist die Beschaffung des neuen Fensters kein Problem. Baustoffhandlungen, Baumärkte oder Niederlassungen von Fensterherstellern führen die gängigsten Größen oder können sie kurzfristig beschaffen. Aber auch für ausgefallene Abmessungen gibt es ein Ersatzfenster. Es muß dann allerdings auf Maß angefertigt werden, und Sie müssen mit einer längeren Lieferzeit gegenüber Standardfenstern rechnen.

Baumaterial für Fenster in Wohnhäusern ist heute Holz oder Kunststoff, in seltenen Fällen auch Metall. Die Besonderheit des hier vorgestellten Modells aus Kunststoff für eine Küche: Es hat im unteren Bereich eine feststehende Scheibe. So kann der Flügel geöffnet werden, ohne daß die Arbeitsplatte abgeräumt werden muß oder die Armatur der Spüle im Wege ist.

Fenster aus dem Sortiment
Wenn Sie die Maße Ihres Fensters ermittelt haben und bei dem ersten Händler keinen passenden Ersatz finden, versuchen Sie es bei anderen Firmen. Die Mühe lohnt, denn Standardfenster sind preiswerter als die sonst notwendige Sonderanfertigung des Ersatzfensters.

Vorsorge gegen Schmutz
Bevor Sie sich an das Auswechseln des Fensters machen, sollten Sie die in der Nähe stehenden Möbel und den Boden vor dem Fenster gut abdecken. Staubentwicklung läßt sich bei der bevorstehenden Arbeit nicht vermeiden. Denken Sie auch daran, den Platz unterhalb des Fensters vor dem Haus abzusperren, damit keine Personen durch herabfallendes Werkzeug, Putzbrocken oder Teile des Fensters zu Schaden kommen können.
Mit Hammer und Meißel legen Sie dann den Blendrahmen innen frei. Wenn rundum alle Maueranker freigelegt und von der Wand gelöst sind, lockern Sie den Rahmen durch kräftige Hammerschläge von außen.
Mit einer kleinen Brechstange, einem Kuhfuß oder einem langen Meißel können Sie den Rahmen auch abhebeln. Legen Sie dabei einen Brettrest zwischen Stein und Eisen, damit das Mauerwerk nicht beschädigt wird.

Ist der Rahmen eingeschäumt, müssen Sie den Schaum mit einem Messer an allen vier Seiten des Rahmens durchtrennen. Ist _ der Rahmen so verkeilt, daß er sich nicht als Ganzes herausnehmen läßt, durchtrennen Sie das Holz mit einer Handsäge an vier Stellen, jeweils in der Mitte der Geraden. Die Einzelteile lassen sich dann leicht aus der Leibung nehmen. Putzreste entfernen Sie dann mit dem Meißel.

Beim Verkeilen des neuen Rahmens und beim Ausschäumen der Fuge darf der Rahmen nicht zusammengedrückt werden. Ein klemmender Fensterflügel wäre die Folge. Bei großen Rahmen, die leichter nachgeben, läßt sich das Verformen durch das Einklemmen einer genau eingepaßten Latte verhindern.

Ist der Rahmen montiert und der dann eingehängte Flügel einer Funktionsprobe unterzogen, kann die Leibung verputzt oder verkleidet und die Fensterbank wieder eingebaut werden.

Holzfenster sofort schützen
Neue Holzfenster sind bei Lieferung meistens nur grundiert. Nach dem Einbau sollten sie sofort lackiert oder lasiert werden. Für diese Arbeiten gibt es spezielle Fensterfarben und -lacke bzw. aus mehreren Komponenten bestehende Anstrichsysteme.

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