Gasherde

By | September 22, 2017

Die regelmäßige Pflege von Gaskochern und Gasherden ist eine Arbeit, die nicht unbedingt Fachwissen erfordert, die jedoch einige technische Kenntnisse voraussetzt. Über Wartungsarbeiten an Gasfeuerstätten ist in der „Anordnung über die Berechtigung zum Ausführen von Arbeiten an Energieanlagen“ in § 1 unter anderem festgelegt:

Eine Berechtigung zum Ausführen von Arbeiten an Energieverteilungs- und -anwendungsanlagen des Abnehmers ist nicht erforderlich für das Reinigen von Brennern an Gasherden und Gaskochern durch sachkundige Bürger. Voraussetzung hierfür ist, daß beim Ausführen der Arbeiten keine Veränderungen an der bestehenden Anlage und den angeschlossenen Geräten vorgenommen werden.

Das äußere Merkmal einer guten oder schlechten Verbrennung des Gases ist die Flammenbildung.

Gute Verbrennung: Bunsenbrennerflamme, kaum leuchtend, mit sehr heißem, kegelförmigem Kern (Bild 1). Das Gas erhält etwa 2/3 der zur Verbrennung notwendigen Luft (die sogenannte Erstluft) vorher im Brennerarm beigemischt.

Schlechte Verbrennung: Flamme ohne jegliche Erstluft (Bild 2). Sie gibt nur eine verhältnismäßig geringe Hitze ab und verrußt sehr stark die Topf böden. Derartige Flammen haben das Bestreben, zurückzuschlagen und mit lautem Knall zu verlöschen. Dabei kommt es zu unkontrolliertem Ausströmen von Gas, zum Brand oder gar zur Explosion. Das Zurückschlagen der Flamme tritt ein, wenn der Gasdruck zu gering oder die Düse verstopft ist.

Die Brenner sind bei den einzelnen Herdtypen unterschiedlich konstruiert (Bild 3). In jedem Fall lassen sie sich leicht aushängen und auseinandernehmen.

Reinigen der Brenner

■ Waschmittellauge, harte Bürste, Stahldraht

Die Einzelteile des Brenners werden in eine schwache Lauge gelegt und festhaftende Schmutzteile mit einer harten Bürste entfernt. Sind übergekochte Speisen in den Brennerarm gedrungen, ist dieser mit einem Draht zu säubern.

Gasbratofenbrenner werden in größeren Abständen gereinigt. Wird bemerkt, daß die Flammen nicht mehr gleichmäßig brennen, sind die Brennerlöcher mit einem geeigneten Stahldraht zu durchstoßen.

Auch der Pilotbrenner ist – soweit vorhanden – in die regelmäßige Pflege des Gasherdes mit einzubeziehen. Es ist darauf zu achten, daß dessen Flammen gleichmäßig brennen, andernfalls sind die Bohrungen des Düsenkopfes (Bild 4) mit der Borste einer Drahtbürste zu durchstoßen, ohne dabei deren Durchmesser zu erweitern. Außerdem werden bei dieser Gelegenheit die Überschlagrohre auf freien Durchgang kontrolliert.

Thermoelektrische Zündsicherungen

Moderne Gasherde sind mit thermoelektrischen Zündsicherungen ausgestattet, die darüber wachen, daß niemals unverbranntes Gas in den Raum strömen kann. Die einwandfreie Funktion dieser Sicherungselemente ist jedoch nur dann gewährleistet, wenn sie im richtigen Abstand zum Brenner bzw. im heißen Kegel der Flamme stehen (Bild 5). Beim Säubern des Gasgeräts ist darauf zu achten, daß das Sicherungselement nicht verstellt wird (Bild 6).

Sonstige Hinweise

Es ist nicht mehr statthaft, die früher üblichen Einsätze zur Auflage kleinerer Töpfe zu verwenden. Abgesehen davon, daß durch den vergrößerten Abstand des Topfbodens von der Flamme der Wirkungsgrad des Kochens vermindert wird, stören derartige Einsätze erwiesenermaßen die Verbrennung des Gases, was zum Austritt von Kohlenmonoxid führen kann.

1 Bunsenbrennerflamme mit kegelförmigem Kern

2 „Blakende“ Flamme

3 Links: Stehbrenner, rechts: Pfeifenbrenner

4 Gasherde neuerer Produktion sind mit Pilotbrennern ausgestattet. ‚

5 Stellung der thermoelektrischen Zündsicherung am Brenner: 1 Brenner; 2 Thermofühler

6 Beim Reinigen der Emailleteile nicht das Sicherungselement verstellen!

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