Knöpfe und Ösen in Stoff einsetzen – Für Windschutz und Sonnensegel

By | September 29, 2015

Wenn Markisen oder Sonnensegel gespannt oder gerafft werden sollen, kommen Ösen und Knöpfe zum Einsatz. Nieten unterstützen genähte Verbindungen.

Markisenstoffe, Segeltuch oder faserverstärkte Folien lassen sich auf Balkon und Terrasse sowie im Garten gut als Sichtschutz, Sonnensegel oder als Windschutz einsetzen. Materialien dieser Art gibt es in vielen Mustern, verschiedenen Unitönen und die Folien sogar in transparent oder durchsichtig. Die Stoffe sind aus Baumwolle oder aus Synthetikfasern. Baumwolle kann durch besondere Ausrüstung oder Beschichtung weitgehend beständig gegen Feuchtigkeit sein. Synthetische Fasern und Folien sind meist verrottungssicher und haltbar.

Nieten statt nähen
Kunststoffe und beschichtetes Material lassen sich sehr schlecht nähen. Man braucht dazu viel Kraft oder eine Spezialnähmaschine. Besser ist es, diese Stoffe durch Niete, Spezialknöpfe oder Ösen miteinander zu verbinden oder zu befestigen.
Aus den genannten Stoffen kann man Bespannungen für Balkon und Terrassengeländer machen, Sonnendächer, zwischen Masten aufgespannte Sichtblenden, Felder zwischen Pfosten ausfüllen (statt Flechtzaunelementen) oder Beschattungen für Wintergärten. Aus Markisenstoff sind Bespannungen von Hollywoodschaukeln, Überzüge für Terrassenmöbel oder ganze Partyzelte.

Die schnellste Art, Bespannungen abzunehmen oder anzubringen, ist die mit Druckknöpfen. Sie bestehen aus zwei Teilen, ein Teil wird in den Stoff eingenietet, der andere ebenfalls in Stoff gesetzt oder an eine Leiste oder einen Rahmen geschraubt. Andere Knöpfe, die man häufig auf Segelbooten findet, besitzen Kugelschnäpper oder Schiebeverschlüsse. Besonders gut halten ovale Drehverschlüsse, wie sie teilweise zum Befestigen von Kfz-Planen verwendet werden. In Stoff eingepreßte Ösen (Kauschen), die es in vielen Größen gibt, bieten Haken, Gummiseilen oder Leinen Halt.

Stanzen und Nieten
Bis auf die kleinsten der hier gezeigten Druckknöpfe, die man von Bekleidungsstücken wie Jeanshemden kennt, muß für alle Teile vor dem Einsetzen erst einmal ein Loch in den Stoff gestanzt werden. Das geht entweder mit herkömmlichen Hen-kel-Locheisen aber auch mit den Werkzeugen, die den Kleinpackungen mit Ösen oder Knöpfen beiliegen. Ein handliches Locheisen kann man sich auch selber herstellen, wenn man ein Eisenrohr in entsprechendem Durchmesser an einem Ende von außen anspitzt. Die Kante wird schräge geschliffen, bis am Innendurchmesser eine scharfe Schneide stehenbleibt.

Zum Ausstanzen der Löcher, gleichgültig, mit welchem Werkzeug, braucht man eine harte Holzunterlage. Der Arbeitstisch sollte möglichst stabil sein, oder man arbeitet auf Steinfußboden, der beim Schlagen mit dem Hammer nicht federt. Zum Einschlagen der Nieten und Ösen werden entsprechende Zwischen- und Unterlagen mitgeliefert, die die Metallteile in die richtige Form zwingen oder verhindern, daß die dünnen Blechteile sich ungewollt verformen.
Das Blech besteht in den meisten Fällen aus Messing, kann aber auch aus Edelstahl sein. In jedem Fall sollten für den Außenbereich nur Metalle verwendet werden, die nicht korrodieren. Häßliche Flecken im Stoff und die baldige Zerstörung der Metallteile durch Rost wären die Folgen. Achten Sie also beim Kauf der Teile darauf, daß sie für draußen geeignet sind. Das ist bei Zubehör für Bekleidungsstücke nicht immer der Fall. Unbedenklich ist die Verwendung von Kunststoffteilen, die ebenfalls der Feuchtigkeit widerstehen. Verwendete Kleber müssen ebenfalls wasserfest sein.

Die richtigen Einkaufsquellen
Die hier gezeigten Knöpfe und Ösen bekommen Sie in kleinen Mengen abgepackt in Baumärkten und in den Kurzwarenabteilungen der Warenhäuser. Größere Mengen bekommen Sie lose in Seilereien, im Yacht- und-Seglerbedarf oder beim Handel für Markisenzubehör.

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