MOBILER SCHREIBSCHRANK Ganz modern: der Sekretär auf Rollen

By | November 9, 2015

Sekretär auf RollenAuch im Zeitalter des Computers gibt es ihn noch, den guten alten Schreibschrank: mit der Schreibfläche zum Herausklappen und mit den praktischen Fächern. Wenn Sie ihn selbst bauen, dann natürlich gleich in modernem Design.

Was haben die Möbeldesigner nicht schon alles auf Rollen gesetzt: Beistelltische, Garderoben, Wohnzimmertische, sogar Kleiderschränke. Meistens der Mode wegen, denn – mal ehrlich -sinnvoll ist es eher selten, Möbel ins Rollen zu bringen. Auch unser Sekretär bleibt wohl häufiger an seinem Platz an der Wand, obwohl er, so wie wir ihn entworfen haben, bei Bedarf durchaus ans Licht gezogen werden kann: Mit den vier robusten Lenkrollen wäre das kein Problem. Und gutes Licht hat man bei der Schreibarbeit schließlich immer gern.

Eschenleimholz und MDF-Platten haben wir als Grundmaterial für dieses schöne Möbelstück gewählt. Die Zeichnung verrät, wie der Korpus aufgebaut ist. Eine detaillierte Stückliste finden Sie auf der nächsten Seite.

Was den Schreibschrank so außergewöhnlich macht, ist sein elegantes und modernes Styling. Und das verdankt er nun allerdings der Fähigkeit zu Rollen. Denn die aufstrebenden Griffstangen an den Ecken, mit denen man den Schrank leicht bewegen und dirigieren kann, und die schlanke Gestalt des Schranks wären ohne die Lenkrollen gar nicht zustande gekommen. Und das Innenleben läßt erst recht keine Wünsche offen: ein Schreibplatz mit Ablage- und Sortierfächern hinter einer abschließbaren Klappe.

Wenig Stellfläche beansprucht unser Schreibschrank mit 105,5 cm Breite und nicht ganz 40 cm Tiefe. Zum Arbeiten kann man ihn von seinem Platz an der Wand (Bild unten) an einen sonnigen Platz rollen. Hinter der Schreibplatte die klassische Fächeraufteilung, die man fast nur noch bei antiken Stücken findet.

Für alle, die unseren rollba-ren Schreibschrank nachbauen möchten, haben wir die wichtigsten Arbeitsschritte in den Fotos rechts festgehalten. Man beginnt damit, sämtliche erforderlichen Platten nach den Maßen in unserer Stückliste vom Holzhändler zuschneiden zu lassen: Die große Plattensäge schneidet präziser, als man es zu Hause mit einer kleinen Tischkreissäge tun kann. Wie Sie auf den Fotos rechts erkennen können, haben wir die einzelnen Bauteile mit Holzdübeln und Leim verbunden. Eine Ausnahme gibt es jedoch: die Böden oben und unten. Hier dienen die Holzdübel lediglich zur Stabilisierung der Verbindung. Für den Halt sorgen 8 cm lange Verbindungsbeschläge, die in den Böden bzw. Schrankseiten eingesetzt werden (Bild 2). Damit die Bohrungen für Beschläge und für Dübel exakt gelingen, fertigt man sich aus Restmaterial eine Bohrlehre (siehe die Skizze unten). Wer die dünnen, seitlichen Führungsplättchen auch nach oben überstehen läßt, kann die Bohrlehre wenden und ist damit für alle anfallenden Aufgaben gewappnet.

In welcher Reihenfolge die einzelnen Arbeitsschritte am sinnvollsten ablaufen sollten, wird durch die Numerierung in den Fotos deutlich. Man beginnt jeweils mit dem Bohren der Dübellöcher in den Hirnenden der Platten, markiert mit Dübelmarkern die gegenüberliegenden Bauteile und hat nach dem Bohren der Sacklöcher die Voraussetzungen für das Verleimen geschaffen. Damit beginnt man allerdings erst, nachdem die Holzoberflächen mit Möbelwachs behandelt und die MDF- bzw. Sperrholzplatten lackiert sind. Als erstes werden die beiden Böden mit den Sortierfächern zusammengeleimt. Ist der Leim ausgehärtet, kann der Schrankkorpus verleimt werden. Und danach fügt man den Unterboden, die Griffstangen und den Oberboden mit den Steckdübeln und den Verbindern zusammen.

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