PARKETT VERLEGEN: So lösen Sie Problemfälle

By | September 29, 2015

Eigentlich geht es ganz einfach. Doch auch beim Verlegen von Fertigparkett gibt es Hindernisse: wellige Böden, Raumübergänge, Heizungsrohre. Wir zeigen Ihnen, wie Sie damit fertig werden.

Quadratische Räume mit ebenem Untergrund sind ideal für das Verlegen von Fertigparkett. Dehnungsfuge zur Wand, Zuschnitt der Dielen und Verleimung von Nut und Feder sind leicht zu bewältigen.

So optimale Voraussetzungen findet man allerdings nicht immer vor. Besonders in älteren Häusern mit Holzbalkendecken ist der Boden oft uneben, manchmal sind sogar von Wand zu Wand erhebliche Höhenunterschiede auszugleichen. Hier muß der Untergrund auf einheitliches Niveau gebracht werden, da es sonst später bei jedem Schritt zur Knarrgeräuschen und Bewegungen in der schwimmend verlegten Parkettfläche kommen kann.

Für große Flächen eignen sich Spanverlegeplatten. Sie werden mit Nut und Feder verleimt und auf den Fußboden aufgeschraubt. Wer es mit stärkeren Unebenheiten zu tun hat – sie können durch Senkungen der Deckenbalken mehrere Zentimeter betragen -, muß unterfüttern, am besten mit Streifen von Hartfaserplatten. Immer aber muß zwischen Unterkonstruktion und Parkett eine Schicht aus Wellpappe oder Bitumenkork zur Dämmung des Trittschalls aufgebracht werden.

Wenn der Boden Wellen schlägt – Größere Unebenheiten werden mit Streifen aus Hartfaserplatten ausgeglichen. Sie werden gekreuzt im Verbund verlegt. Zur Trittschalldämmung und gegen eventuell aufsteigende Feuchtigkeit ist eine Dämmschicht Bitumenkork geeignet.

Verlegeplatten: ein guter Grund – Fußbodenverlegeplatten: optimal, wenn Unebenheiten großflächig überbrückt werden müssen. Sie werden in Nut und Feder verleimt. Mit dem Klotz aus einem Holzrest werden die verleimten Platten kräftig ineinander getrieben. Damit wird eine feste Verbindung erreicht. Die Platten bis an die Raumkanten mit einer Dehnungsfuge (ca. 1 cm) verlegen. Türzarge und Vorsprünge sorgfältig aus der Platte schneiden.  Mit Dübeln und Spaxschrauben wird die gesamte Fläche mit dem Unterboden fest verbunden, so daß ein Verrutschen nicht möglich ist.

Der Untergrund ist vorbereitet, dann geht es an die Verlegung des Parketts. Mit der ersten Bahn werden die Weichen für einen exakten Verlauf gelegt. Daher muß hier besonders sorgfältig gearbeitet werden. Von beiden Stirnseiten des Raumes aus wird der Mittelwert des Raummaßes genommen (in Altbauten laufen die Wände manchmal um mehrere Zentimeter aus der Flucht). Die erste Dielenbahn wird dann an den Längs- und Stirnseiten zentriert und mit Keilen festgesetzt, um ein Verrutschen zu vermeiden.
Nun kann Diele für Diele in den Raum hineingelegt werden. Bei Heizungsrohren, Übergängen zu anderen Materialien, Höhenunterschieden von Raum zu Raum oder im Bereich der Türzargen verfahren Sie, wie in den Arbeitsschritten unten dargestellt. Dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Ein guter Start ist entscheidend – Das Kopfstück der ersten Dielenbahn wird genau abgemessen, Fuge am Ende einplanen. Dann wird zugeschnitten und verleimt. Die erste Dielenbahn wird mit Keilen an Längs- und Stirnseite festgesetzt. Hier schon müssen Raumdifferenzen ausgeglichen werden. Mit einem Schlagklotz aus einem Dielenrest (Nut des Klotzes auf Feder der Diele) werden die verleimten Dielen ineinander getrieben. Auch die Querfugen jeder Dielenreihe werden mit einem Zugeisen mit leichten Hammerschlägen zusammengetrieben. Das Maß des letzten Teilstücks an der Längsseite nimmt man direkt mit zwei Dielen ab. Abstand der Dehnungsfuge = Zuschnittsbreite.

Sauberer Abschluß mit Aluprofilen – Kleine Schwellen und Absätze lassen sich kaschieren, indem man einen Teil der Trägerschicht von der Unterseite der Diele entfernt. Höhere Absätze und Übergänge auf andere Raumebenen oder Materialien kann man mit speziellen Aluprofilen sauber überbrücken. Die Zierschienen werden auf ein fest verschraubtes Winkelprofil gesteckt und bei diesem System auch noch einmal verschraubt.

Mit Tricks die Problemzonen bewältigen – Die Türzargen von unten in Höhe einer Diele (in der Regel 15 mm) abschneiden und die Diele dann in den Ausschnitt hinein verlegen.
Heizkörperausschnitte mit Bleistift auf die Diele übertragen und aussägen. Die Zwischenräume werden später mit Resten gefüllt.
Im Bereich der Heizungsrohre ein Loch in die Diele bohren. Mit der Stichsäge einen Einschubkanal sägen und später mit Holz ausfüllen.
Die Dehnungsfuge wird mit speziellen Abschlußleisten verkleidet. Sie müssen ein unteres Schenkelmaß von mehr als 20 mm haben.

Wandabschluß mit Massivholzleisten
Ein sauberer Abschluß des Parketts zur Wand hin gelingt am besten mit Fußleisten aus Massivholz. Sie sind stabiler als die preiswerten kunststoffbeschichteten Preßholzleisten und lassen sich mit Dübeln und Schrauben dauerhaft fest verankern. Sie sind im Holzfachhandel in zahlreichen Holzarten und Farben passend zum Parkett erhält-

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