Schwimmende Verlegung: die einfache Technik für Fertigparkett und Laminat

By | November 30, 2015

Schwimmende Verlegung die einfache TechnikFertigparkett und LaminatMehrschichtiges Fertigparkett und Laminatböden verlegt man meistens schwimmend, das heißt ohne feste Verbindung zum Untergrund. Nur die einzelnen Parkettelemente werden durch Leim miteinander verbunden. Der Untergrund muß eben, jedoch nicht fest oder haftfähig wie für eine vollflächige Verklebung sein. Oft kann der alte Bodenbelag liegen bleiben. Ein dünner Teppichboden als Unterlage macht sogar die sonst obligatorische zusätzliche Trittschalldämmung überflüssig. Selbst auf alten Dielen ist die schwimmende Verlegung von Fertigparkett und Laminat möglich. Wie auf Estrich oder anderen harten Untergründen wird zunächst eine Trittschalldämmung (z.B. Filzpappe, PE-Schaum oder Rollenkork) ausgerollt und dann der neue Fußbodenbelag quer zum alten aufgelegt. Auch Fußbodenheizungen bereiten im Prinzip keine Probleme. Wie bei nicht unterkellerten Räumen und zu hoher Restfeuchte bei Estrichen muß eine Folie als Feuchtigkeitssperre eingebracht werden (siehe Herstellerangaben).
Beim Verlegen ist ein Fugenversatz von Reihe zu Reihe sehr wichtig.
Er ergibt sich automatisch, wenn das Reststück der ersten Reihe gleich als erstes Stück der nächsten Reihe verwendet wird.

Als Dehnungsfuge ist ein Abstand von ca. 1 cm vom Fertigparkett zu jeder Wand nötig. Dazu beim Verlegen Klötze in die Ecken setzten. Längsschnitte (per Kreis- oder Stichsäge) sind meistens schon für den ersten Parkett streifen nötig – wegen Türnischen oder schiefer Wände.
Für Ausschnitte, z. B. bei Schornsteinen und Türnischen, nimmt man am besten eine Stichsäge. Auch hier die Dehnungsfuge berücksichtigen. Vorm Zusammenstecken der Fertigparkettstreifen wird wasserfester Leim angegeben. Nicht auf die Feder, sondern immer nur in die Nut. Flach auf dem Boden wird der neue Streifen an seine Nachbarn an Kopf und Längsseite geschoben, bis Nuten und Federn ineinandergreifen. Um die Fugen dicht zu schließen, müssen Sie zu einem Hammer greifen – aber immer mit Klopfholz dazwischen, damit die Kante heil bleibt. Zum Einpassen des letzten Parkettstreifens wird der Wandabstand mit einem weiteren Parkettelement übertragen – plus Dehnungsfuge!
Wo das Klopfholz versagt, weil der Abstand zur Wand nicht ausreicht, wird ein Zugeisen eingesetzt, um die Fugen dicht zu bekommen.

Für Heizungsrohre wird zunächst gebohrt (größer als die Rohre!) und dann das Element schräg eingeschnitten, damit es trotz Verschnitts noch paßt.

Achtung: Sand auf dem Parkett
Sand ist der größte Feind eines Parkett- oder Laminatbodens. Auch die härtesten Lackoberflächen leiden unter den Steinchen. Planen Sie deshalb an den betroffenen Stellen Schmutzfangzonen ein, z. B. mit Teppichboden.

One thought on “Schwimmende Verlegung: die einfache Technik für Fertigparkett und Laminat

  1. Hosting

    Vor der Verlegung von Laminat sollte die Verlegerichtung gut bedacht werden. Diese richtet sich nach unterschiedlichen Kriterien, welche einerseits wichtig sind, sich anderseits aber auch nach dem personlichen Geschmack richten.

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