Tips rund um den Heizkörper

By | August 11, 2015

Wissen Sie, wie Sie ohne viel Mühe Heizkosten sparen können? Finden Sie auch, daß die tristen Heizkörper einmal eine Verschönerung vertragen könnten? Mit kleinen Zusatzgeräten, ein bißchen Farbe und guten Ideen bringen Sie Ihre Heizung auf den neuesten Stand.

Heizkörper mit Lackfarbe gestalten

Die Heizung als Teil der Wanddekoration, so wird es gemacht: „Plan-Art“ hat keine Rippen und kann deshalb problemlos lackiert werden. Zum Beispiel im Muster der Tapeten. Der Hersteller Kermi bietet auch fertige Motivlackierungen an und kann im Siebdruckverfahren sogar jedes Fotomotiv auf die Oberfläche übertragen. Man gibt die Vorlage einfach beim Sanitärfachhändler ab und bekommt später das fertige Heizkunstwerk zurück.

Mit Thermostatventilen

Sie kosten knapp 20 Euro, sind schnell montiert und machen das Heizen billiger und komfortabler: Thermostatventile sollten in jedem Haus zur Grundausstattung gehören. Um die Raumtemperatur richtig messen zu können, dürfen sie nicht verdeckt in Nischen oder hinter Vorhängen montiert werden. Für solche Problemzonen  gibt es Ventile mit Fernfühler.

Energie sparen

Wenn Sie alle Heizkörper Umrüsten wollen, muß das ganze Rohrsystem entleert und nach der Montage neu be-füllt werden. Soll nur ein Heizkörper umgerüstet werden, kann man sich oft die Arbeit erleichtern: Alle Ventile im Heizungskreislauf und das Mischerventil schließen. Nun kann man vorsichtig die Verschraubung vom alten Ventilkörper lockern, das Wasser ablaufen lassen und das neue Ventil montieren.

Heizen mit Computerprogramm

Jeder Raum soll nur so beheizt werden, wie Sie es dort für Ihre Behaglichkeit benötigen. Schlafzimmer, Bad, Kinderzimmer und Küche haben unterschiedliche Nutzungszeiten und sollten nur während dieser Zeiten (z.B. Bad morgens und abends, Kinderzimmer nach der Schule, Schlafzimmer nachts) temperiert werden. Das spart Energie. Programmierbare Thermostatventile lösen dieses Problem. Die individuell einstellbaren Heizphasen werden mit einem batteriegetriebenen Stellmotor am Ventil geregelt. Der Computer paßt auf fast alle handelsüblichen Ventilschafte, ist schnell montiert und kostet im Fachhandel ca. 50 Euro.

Heizkörper manuell entlüften

Besonders bei älteren Heizungsanlagen kommt es häufig vor, daß durch undichte Verschraubungen Wasser austritt und der Verlust durch das eingebaute Ausdehnungsgefäß im Laufe der Zeit nicht mehr ausgeglichen werden kann. An den höchsten Stellen der Anlage bilden sich dann Luftpolster. Das warme Wasser tritt am Thermostatventil in den Heizkörper ein und plätschert dann geräuschvoll auf den niedrigeren Wasserspiegel. Gelegentlich „rauschen“ sogar ganze Luftblasen durch das System und sorgen so für eine nervende Geräuschkulisse.

Da hilft nur Entlüften. Mit einem Lappen und Vierkantschlüssel muß das Entlüftungsventil geöffnet werden, bis Wasser nachströmt. Dabei hat sich schon mancher Wohnungsbesitzer Teppichboden, Tapeten oder Kleidung verdorben. Mit dem Heizkörperentlüfter (Fotos links, erhältlich für ca. 9 Euro in Baumärkten) gelingt es sehr viel sauberer und einfacher. In den Wasserauffangbe-hälter ist der Vierkantschlüssel zum Öffnen des Ventils integriert. ! Der Behälter wird mit dem Schlüssel auf das Ventil geschoben, so daß beim Entlüften kein Wasser mehr verspritzen kann.

Selbst erfahrene Installateure müssen manchmal passen, wenn es darum geht zu klären, wo die Luft in die geschlossenen Heizkreise eindringt. Besonders ältere Mehrfamilienhäuser haben häufig Luftprobleme mit ihren Heizungen. Hier helfen Automatikentlüfter weiter. Sie werden anstelle des Entlüftungsventils in den Heizkörper eingebaut und lassen die eingeströmte Luft nach dem Schwimmerprinzip (links oben, Flexvent H, 1/2“, von Flamco, für ca. 25 Eurok im Sanitärfachhandel) oder mit Membranventil (rechts, ca. 23 Euro in Baumärkten) automatisch abströmen.

Richtig heizen, richtig lüften

So sparen Sie zusätzlich
1.    Den Raum konstant niedrig temperieren: Das Ablüften überheitzter Räume vergeudet Energie. Eine Verringerung der Raumtemperatur um ein Grad senkt den Energieverbrauch um sechs Prozent.

2.    Stoßlüften hilft sparen. Mehrmals täglich die verbrauchte Raumluft durch intensives, aber kurzes Lüften austauschen. Das Thermostatventil dabei auf Null drehen.

3.    Moderne Regeltechnik einsetzen. Witterungsgeführte Heizkesselregelung mit individuellen Heizkurven, Nachtabsenkung und Thermostatventilen gehört heute zu jeder modernen Heizanlage.

4.    Dämmung lohnt sich: Eine ausreichende Dämmung der Fassade, des Daches und der Einbau moderner Energiespar-fenster senkt den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent

5.    Überdimensionierung vermeiden. Zu hohe Kesselleistungen vergeuden Ener-
gie. Die Heizleistung des Kessels muß dem tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses entsprechen. Sie kann von jedem Heizungsfachmann berechnet werden.

6. Rohre dämmen. Heizungsund Warmwasserleitungen möglichst dämmen, um Wärmeverluste niedrig zu halten.

 

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