Wände verputzen – Eine dichte Haut für das Mauerwerk vol.2

By | September 26, 2015

Putz richtig ansetzen
Hauptbestandteil von Putzmörtel ist feiner Sand. Hinzu kommen Zement, Kalk, Gips und weitere Zuschlagstoffe. Das richtige Verhältnis der Komponenten für den speziellen Verwendungszweck zusammenzustellen, erfordert Erfahrung. Die Standardmischung für normalen Außenputz besteht aus vier Teilen gewaschenem Putzsand und einem Teil Zement. Sollen große Flächen verputzt werden, lohnt sich der Kauf dieser Einzelkomponenten. Handelt es sich um kleine Flächen, ist der Seibermacher mit dem Kauf von Fertigmischungen besser bedient.

Am einfachsten ist es dann, Universalmörtel zu nehmen, den es pulverförmig in verschiedenen Gebindegrößen zu kaufen gibt. Er wird einfach nur mit Wasser angerührt. Dazu braucht man je nach benötigter Mörtelmenge einen Kunststoffeimer mit möglichst breitem Boden oder eine Mörtelwanne. Die Verarbeitungszeit von Fertigmörtel beträgt ca. 45 Minuten. Man setzt also immer nur soviel Mischung an, wie in dieser Zeit verarbeitet werden kann. Das Wasser wird in das Gefäß gegeben und das Pulver dosiert darauf geschüttet. Dann mit der Kelle oder besser mit einer Bohrmaschine und Rührvorsatz vermischen. Für den ersten Spritzbewurf (s. Fotos) wird eine dünnere Mischung benötigt als für den Verputz. Entsprechend wird Wasser zugegeben. Besser mit wenig Wasser beginnen, vermischen und dann Wasser untermischen.

Mörtel verbessern
Mit Zusätzen läßt sich die Qualität des auf diese Weise hergestellten Mörtels verbessern. Er kann noch geschmeidiger, werden, er setzt kein Wasser mehr ab und klebt bedeutend besser am Untergrund. Der Zusatz kann die Bildung von Rissen und das Schwinden des Mörtels beim Trocknen verhindern. Außerdem erhöht er die Fähigkeit des Putzes, Wasser abzuweisen, und er verhindert die Aufnahme von Feuchtigkeit. Die Zugabe bietet also einen zusätzlichen Schutz für Wände, die Schlagregen ausgesetzt sind.
Der hier gezeigte Mörtelverbesserer ist eine Kunststoffdispersion, die dem Anmachwasser zugesetzt wird. Das Wasser wird also vor dem Zusetzen zum trockenen Mörtelpulver aufbereitet. Das Verhältnis Leitungswasser zu Emulsion sollte dabei ca. 4 : 1 betragen.
Der Zusatz „Besserer Mörtel“ von Lugato kann auch als zusätzliches Dichtmittel auf den getrockneten Putz aufgetragen werden.

Gut geputzte Fassaden wirken auch ohne Weiterbehandlung. Sie können aber auch Grundlage für Anstriche, Zier- und Strukturputze oder geklebte Rachverblender sein. Alle losen Bestandteile werden sorgfältig von der trockenen Wand abgefegt, und der Boden vor der Wand wird gereinigt.
Das Anmachwasser für den Putz wird aufbereitet. Leitungswasser wird im Verhältnis 4 :1 mit Mörtelverbesserer gut vermischt.
Als Haftbrücke für den eigentlichen Putz wird eine flüssig angesetzte Mischung als dünne Schicht gegen die Wand geworfen. Das aufbereitete Anmachwasser für die Mischung wird zu einem Teil in die Mörtelwanne gegeben, der Rest bleibt im Eimer.
Zement und Sand werden im Verhältnis 1:4 trocken vorgemischt, in die Wanne gegeben und mit dem Wasser gut verrührt. Direkt aus der Wanne oder vom Mörtelbrett wird die Mischung mit der Kelle mit elegantem Schwung gegen die Wand geworfen.
Mit dem Mörtelbrett kann die Mischung auch von unten nach oben aufgezogen werden. Hilfslatten geben die Putzstärke vor. Mit einer Richtlatte wird die Putzschicht auf gleiche Dicke abgezogen. Was herunterfällt, aufnehmen und wieder verwenden. Durch seitliches Hin- und Herbewegen und gleichzeitiges Schieben nach oben wird überschüssiger Mörtel abgerakelt. Putzstreifen wird neben Putzstreifen angesetzt und abgerakelt. Lufteinschlüsse vermeiden und alle Vertiefungen ausfüllen. Die vorhandene Putzschicht wird als Dik-kenmaß für die nächste genommen. Das Brett vorsichtig über die Oberfläche ziehen. Mit der Glättkelle wird der Putz dann glatt gezogen. Dabei wird die Oberfläche durch Spritzen mit dem Quast feucht gehalten.

Schaffen Sie eine Übungsfläche
Eine Wand glatt und eben zu verputzen, ist nicht ganz einfach. Üben Sie vorher auf einer kleineren Fläche, auf die Sie nur eine dünne Putzschicht auftragen. Wenn es dann besser klappt, können Sie die inzwischen getrocknete Übungsfläche einfach dicker überputzen.

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