Wände verschönern – Dekorative Maltechniken

By | November 11, 2015

Wände verschönern - Dekorative MaltechnikenTrotz großer Auswahl an Wanddekorationen ist es oft reizvoller, eigene Ideen selbst umzusetzen. Farbstruktureffekte sind nicht schwer.

Wer seinem Heim eine ganz eigene Note verleihen möchte, ist gut beraten, selbst Hand anzulegen. Wenn auch im Fachhandel immer mehr Variationsmöglichkeiten für das Tapezieren angeboten werden, so ist es doch ungleich attraktiver, eigene Kreationen zu verwirklichen. Mit Farbe und einem Schwamm als Malwerkzeug ist das außerordentlich einfach. In der Tupftechnik lassen sich besondere Farb- und Lichteffekte erzielen. Außerdem gibt es viele andere Techniken wie z. B. das Sprenkeln oder Schablonieren.

Schwammtechnik
Die Technik des Schwammtupfens ist die einfachste Möglichkeit der Wandverschönerung. Die Hilfsmittel sind Farbe, ein Schwamm und Klebeband. Mit letzterem werden Partien verdeckt, mit dem Schwamm wird die freigelassene Fläche der hellgrundierten Tapete farbig betupft, je nach Verdünnung der Farbe transparent oder gut deckend. Mit der Schwammtechnik können auch Gegenstände, etwa Heizkörper, getarnt werden. Auch für Rauhfaseroder Strukturtapeten ist diese Technik geeignet, ebenso für Möbel und sogar alte Holzfußböden.

Schabloniertechnik
Früher wurden Schablonen aus gewachstem Karton, Messing oder anderen Metallblechen geschnitten. Im Malerfachbedarf gibt es heute fertig ausgeschnittene Schablonen aus Pappe oder Kunststoff. In Büchern bzw. Anleitungen zu Bauernmalerei gibt es häufig Schablonen zum Ausschneiden. Wer Schablonen selbst anfertigen möchte, verwendet dickes Papier. Mit einem scharfen Cuttermesser wird das zuvor aufgezeichnete Motiv auf einer Gummiunterlage – ggf. entlang eines Metallineals – ausgeschnitten. Anschließend wird die Form mit Klarlack aus der Sprühdose wasserfest gemacht, und zwar auf beiden Seiten. Beim Schablonieren wird die Farbe pastös mit einem stumpfen Rundpinsel (Schablonenpinsel) oder einem Schwamm aufgetupft. Dünnflüssige Farbe läuft leicht hinter die Schablone!

Sprenkeltechnik
Bei der Sprenkeltechnik wird der farbgetränkte Pinsel mit dem Stiel gegen einen Stab geklopft, so daß die Farbe von den Borsten auf die Wandfläche spritzt. Dabei lassen sich – bei ständiger Kontrolle der jeweiligen Abstände – sowohl geordnete Formen wie willkürlich erscheinende Effekte erzielen. Bei gleich großen Farbspritzern muß der Abstand zur Wand eingehalten werden. Kleine Flächen lassen sich gezielter bearbeiten, wenn man mit dem Finger auf den Pinselstiel klopft. Die Farbe darf nicht zu dick sein, deshalb sollte man erst auf einer Unterlage ausprobieren. Diese Technik ist als Ergänzung und als Teil einer komplexen Gestaltung einsetzbar. Große Flächen sind damit schwer zu gestalten. An einer Wand, zwischen Streifen oder an Rändern, machen sich feine Sprenkel dagegen gut.

Die dekorative Malerei an den Sockelwänden ist kaum von einer Mustertapete zu unterscheiden. Hier werden zwei Techniken, das Tupfen und Schablonieren, eingesetzt.
Malerabklebeband ist das wichtigste Uten-siel. Die Klebebandbreite von 5 cm ist gleichzeitig der Abstand von Streifen zu Streifen. Die Kanten fest andrücken. Die erste Farbschicht wird mit dem Schwamm nur gewischt, es entsteht eine wolkenartige Fläche. Die Farbe muß dazu mit Wasser verdünnt werden. Eine Farbschale dient als Palette. Die verschiedenen Farbtöne werden mit dem Schwamm aufgetupft, erst helle, dann dunkle. Jeder Arbeitsgang muß erst antrocknen. Das Abklebeband wird vorsichtig entfernt und auf die schon bearbeiteten Streifen geklebt. Nun werden die anderen Streifen mit einer dunkleren Farbmischung getupft.
Der zweite Farbstreifen wird dunkler angelegt. Die zwei Farbtöne Ocker und Grün, die hier verwendet werden, wurden unverdünnt aufgetragen. Schablonen kann man aus dickem Papier mit dem Cuttermesserschneiden. Die Form wird dann mit Klarlackspray gefestigt.
Gut festgehalten, kann man die Schablone in gleichmäßigen Abständen ansetzen. Den Pinsel nur mit den Spitzen in Farbe tauchen.
Dekorabschlüsse in Form von Strichen betonen das Ornament. Dazu werden Schrägstrichzieher und Lineal eingesetzt. Farbwolken in zarten Tönen werden mit dem Schwamm hergestellt. Nur dünne Farbe verwenden, leicht überwischen.
Bei der Sprenkeltechnik werden die Borstenspitzen des Pinsels in Farbe getaucht, dieser dann gegen einen Stab geschlagen.

Virtuose Dekoreffekte

Schmale Streifen erfordern mehr Aufwand, sind aber optisch interessanter. Hier wird ebenfalls Tesaband verwendet.
Mehrfaches Übereinandertupfen verschiedener Farbtöne ergibt eine besonders effektvolle Tiefenwirkung.
Der Untergrund kann lebhaft gestaltet werden. Dazu wird dünne Farbe mit einem Schwamm wolkig auftragen.
Für feine Sprenkel muß die Farbe dünn sein. Die Farbtöne sollten miteinander verwandt sein, damit sie harmonieren.

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