Wärme durch Widerstand vol.1

By | Juli 28, 2015

Wärme durch WiderstandElektrische Fußbodenheizungen galten bisher eher als Komfortschmankerl für die Füße denn als echte Heizung. Ein neues System allerdings kann zumindest in kleineren Räumen die voluminöse Konvektionsheizung ersetzen.

KALTE FUSSE ODER KÜHLER KOPF
Die beiden Grafiken veranschaulichen die Temperaturverteilung im Bad durch eine normale Konvektionsheizung (oben) und durch eine Fußbodenheizung. Fazit: Eine Fußbodenheizung sorgt gerade auf dem üblichen kalten Fliesenboden für angenehm warme Füße, die Luft zum Atmen bleibt angenehm kühl.

Das technische Prinzip einer elektrischen Fußbodenheizung ist relativ simpel erklärt: Durch eine Leitung wird elektrischer Strom geleitet, der dort auf Widerstand trifft und so Wärme erzeugt. Damit sich diese Wärme gleichmäßig verteilt, ist die Leitung auf ein Gittergewebe kaschiert, das seinerseits auf dem Unterboden ausgerollt und fixiert wird. Für die Feinverteilung der Wärme und natürlich für die Begehbarkeit sorgt ein Estrich oder auch eine Ausgleichsmasse auf Zementbasis.

Die Vorteile eines solchen Systems liegen auf dem Boden: Die enorm dünne Heizmatte (etwa 3 mm dick) macht diese Heizungsart gerade für den nachträglichen Einbau und für Renovierungen geeignet, und das ohne den aufwendigen und teuren Anschluss an ein Warmwasser-Heizsystem. Die Montage, also das Ausrollen und Fixieren sowie den Estricheinbau können Selbermacher durchaus alleine bewerkstelligen. Allerdings muss den endgültigen Anschluss an das Stromnetz ein Fachmann übernehmen, der auch während des Estricheinbaus permanent zugegen sein und den Widerstand der Leitung prüfen muss.

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