Waschbecken montieren – Ein neuer Waschtisch für das Bad vol.2

By | September 26, 2015

Ausreichende Bewegungsflächen
Das Format der neuen Sanitärgegenstände muß der Größe des Raumes angepaßt werden. Vor den einzelnen Teilen sollte jeweils mindestens 75 cm, besser noch 90 cm Bewegungsraum vorhanden sein, um sich nicht ständig auf dem Weg zum WC die Knie an der Badewanne oder die Hüfte am Waschbecken zu stoßen. Die Bewegungsräume sollten so bemessen sein, daß sich zwei Personen ungehindert im Bad bewegen können. Vorstehende Ecken und Kanten sollten abgerundet, abgepolstert oder möglichst vermieden werden.

Sichere Befestigung
Bevor Sie ein schweres Waschbecken montieren, sollten Sie die Beschaffenheit und Tragfähigkeit der Wand prüfen. Da die Wandbefestigung vor allem auf Zug belastet ist, muß sie absolut fest in der Wand verankert sein. Eventuell reichen stärkere Dübel, etwa Expansionsdübel, aus. Eine andere, elegante Möglichkeit, das Becken zusätzlich zu stabilisieren, ist eine Standsäule unter dem Becken, eine ebenso dekorative, stabile und zusätzlich noch praktische Alternative ist ein passender Unterschrank.

Mit Hilfe der Wasserwaage ziehen Sie zunächst die Montagelinie für das Becken. Sie muß laut Euro-DIN-Maß 76 cm über der Oberkante des Fußbodens liegen.
Auf der Montagelinie werden mittig über den beiden Eckventilen und dem Ablauf in einem Abstand von 28 cm die Bohrlöcher für die Beckenhalterungen angezeichnet. Damit der Bohrer nicht abrutscht, die Fliesen am Bohrpunkt ankörnen und mit einem Hartmetallbohrer ohne Schlag durch die Fliese, dann mit Schlag in die Wand bohren. Um das Gewinde der Stockschrauben für die Beckenbefestigung nicht zu beschädigen, werden diese mit einem speziellen Montageschlüssel in die Dübel eingedreht. Nun wird das Waschbecken mit den Kunststoffbuchsen auf die Stockschrauben gesetzt und die Muttern dann abwechselnd angezogen, um Spannungen zu vermeiden.  Bevor die Muttern auf den Stockschrauben endgültig festgezogen werden, wird das Waschbecken mit Hilfe der Wasserwaage noch exakt waagerecht ausgerichtet. Die Mischbatterie wird mit den Dichtungen in die Öffnung eingeführt, ausgerichtet und von unten verschraubt. Dabei das Unterlegen der Gummischeiben nicht vergessen.
Der Beckenverschluß wird von oben über eine Schubstange mit Kugelgelenk bewegt, das genau justiert und in einer Kunststoffbuchse am Ablaufstutzen verschraubt wird.
Die meisten Armaturen sind mit flexiblen Zuleitungen ausgestattet, die per Quetschverschraubung mit dem Eckventil (links warm, rechts kalt) verbunden werden. Die Ablaufgarnitur wird nun als letztes mit dem S-förmigen Geruchsverschluß montiert. Dabei sollten die Überwurfmuttern immer nur handfest angezogen werden.

Leitungen durchspülen
Bevor Sie die neue Anlage endgültig in Betrieb nehmen, sollten Sie unbedingt die Leitungen spülen. Dafür schrauben Sie zunächst den Strahlregler am Batterieauslauf ab, öffnen die Eckventile und lassen sowohl kaltes wie warmes Wasser eine Weile laufen. Auf diese Weise werden die bei der Installation in die Leitungen gelangten Fremdkörper ausgespült, die sich ansonsten an den Dichtungen oder im Perlator absetzen würden.

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